Endlich komme ich wieder dazu, etwas zu schreiben...
Die letzten Tage waren sehr ereignisreich.
Von einem Besuch in der Hauptstadt mit Frida Kahlo, dem wohlbekannten Fest Dia de los Muertos, einem Fußballspiel bis hin zu meinen ersten mexikanischen Pyramiden...
Also, erstmal zu Mexico City (Distrito Federal D.F.): A, Samstag waren wir nun endlich richtig im D.F. Zuerst in Coyoacan, einem Teil der Riesenstadt, wo schon viel für den Dia de los Muertos, den Totentag vorbereitet wurde. Aber dazu dann später mehr...
Coyoacan ist ein sehr schöner, etwas reicherer Stadtteil Mexicos.
Hier hat auch das Künstlerpaar Frida Kahlo und ihr Mann Diego Riviera eine Zeit lang gelebt. Natürlich waren wir in Fridas Haus, das jetzt ein Museum ist. Neben einigen ihrer Werke sieht man auch ihre bunte Küche mit der gesamten Ausstattung , die Schlafzimmer und das Atelier. Auch sind einige ihrer Korsetts zu sehen, die Frida nach ihrem schweren Unfall tragen musste um ihre zerstörte Wirbelsäule zu unterstützen. Kaum vorstellbar, dass sie im Bett liegend über Kopf ihre Bilder gemalt hat.
Nach Coyoacan waren wir im Zentrum und konnten die riesigen, alten Gebäude und die Kathedrale bewundern. Auf den Straßen war sehr viel los - natürlich auch schon wegen dem Totentag. Ein Glück, dass die Hauptstadt mit dem Bus in nur einer Stunde aus von Toluca erreichbar ist - denn dort möchte ich nun öfter hingehen. Eine Stadt voller Leben und allerlei Menschen. Und mit einer Fußgängerzone - was ich hier bisher sonst noch nicht gesehen habe.
Nun zum Dia de los Muertos:
Viele verschiedene Ofrendas, also Gabentische für die Verstorbenen, auf denen alle Dinge stehen, die dem Verstorbenen gefallen haben. Überwiegend Früchte und Brot, aber auch der Lieblingsschnaps oder eine Schachtel der Zigaretten, die er gerne geraucht hat. Die Gabentische sind meistens mit Cempaxuchitls geschmückt - orangenen Studentenblumen - DER Blume des Tages. Der Tod wird hier mit sehr viel Respekt behandelt, gibt aber an diesen Tagen (1. und 2. November) Anlass um mit seinen Liebsten - ob lebendig oder tot - zu feiern. Die meisten Familien besuchen verstorbene Angehörige auf dem Friedhof und schmücken die Gräber. Um die Friedhöfe herum gibt es Essensstände und Musik. Einige Familien übernachten sogar auf dem Friedhof und Kerzen erleuchten überall die Gräber. Ich war mit meiner Familie auf dem Friedhof in San Miguel Mimiapan, wo der Vater begraben ist. Natürlich durfte ich tatkräftig bei der Dekoration mithelfen und Blumensträuße binden und den Rest Erde mit gefärbten Holzspänen bestreuen. Das vorher langweilige Grab war hinterher ein Blumenmeer.
Am Sonntag war ich mit Carlos und seiner Mutter beim Spiel des Toluca FC - der Diablos (Teufel) gegen Querétaro. Die Stimmung war super und fast das ganze Stadion in rot - der Farbe der Diablos. Toluca - der Tabellenführer - hat 2:0 gewonnen! Für das nächste Spiel werde ich mir wohl auch Teufelshörner besorgen um meine Toluca-Leidenschaft zu zeigen :)
Am Montag Abend haben wir Carlos´Geburtstag gefeiert und am Tag darauf mit den Damen von Somos Mundo (einer befreundeten Organisation) deshalb einen Ausflug zu den Pyramiden von Teotenango gemacht. Die Pyramiden ( 650-1550 n. Chr.) wurden von den Matlatzinca als Zeremonialplatz gebaut und liegen oberhalb der Stadt Tenango. Von den Pyramiden aus (man darf drauf) hat man beste Sicht auf den Nevado de Toluca. Ein schöner Ausflug und auch dort werde ich ganz bestimmt noch einmal hingehen und den Ausblick genießen.
Übernächstes Wochenende ist ein Feiertag - also ein langes Wochenende an dem wir reisen werden. Mal sehen, wahrscheinlich ans Meer!
oh sind das mal wieder tolle fotos.
AntwortenLöschenist ja echt echt scheisse mit deiner Kamera,
hoffe sonst gehts dir gut
hdl
Na Schwesterchen, wie war dein Trip an die Küste?
AntwortenLöschenWünsch Dir was.Kuss, Feli