Dienstag, 17. November 2009

Ein Wochenende am Meer
















Am Donnerstag Abend sind Lukas und ich nach Veracruz aufgebrochen. Erst in die Ciudad de México, wo wir zufällig auf eine super Lasershow am Palácio de Gobierno gestoßen sind. Das riesige Gebäude wurde mit verschiedenen Farben uns Effekten in Szene gesetzt: mit Blumen, Skeletten, wackligen Steinen usw. Eine tolle Show und ein guter Start für unser Wochenende.
Danach waren wir noch in einem Hostel ein Bier trinken und haben einen Kanadier kennengelernt.
Und dann gings um 0.30 Uhr auf in den Bus nach Veracruz - an die Ostküste Mexikos, den Golf von Mexiko. Die Stadt stammt von der ältesten spanischen Siedlung auf dem amerikanischen Festland ab.
Als wir morgens um halb 6 ankamen, zwitscherten uns schon die Vögel entgegen und es war schon deutlich wärmer als in Toluca am Mittag...
Nach einem schönen Sonnenaufgang am Hafen waren wir im berühmten Café "La Parroquia" frühstücken, haben noch eine Runde durch die Stadt gedreht und sind dann zu unserem Couchsurfing-Freund Juan Pablo gefahren, bei dem wir das Wochenende über schlafen konnten.
Er und seine Mutter waren sehr aufgeschlossen und nett und hatten neben uns noch 2 Amerikaner uns später einen Brasilianer über´s Wochenende bei sich aufgenommen. Ein wirklich multikulturelles Wochenende!
Freitag Mittag sind wir dann zum heiß ersehnten Strand aufgebrochen - mit Wellen und recht warmen Wasser. Schön, im November baden zu können!
Am Abend sind wir mit Juan in die Stadt gezogen, wo wir am Zocalo in toller Atmosphäre mit Musik und Palmen ein paar Cervezas getrunken haben. Nach zwei Ortswechseln und noch ein paar Cervezas wurde es dann also eine sehr lange Nacht in Veracruz...
Der Samstag war dementsprechend nicht ganz so ergiebig und nach einer Runde in der Stadt waren wir Juan und dem Brasilianer Filipe noch bei Freunden Burger essen und einen Boskampf schauen.
Der Sonntag war dann doch wieder etwas gehaltvoller...Mit einem Ausflug nach La Antigua - einem Örtchen 25 km nördlich von Veracruz und einem Besuch in San Juan de Ulúa - einer alten Festung.
La Antigua ist zwar nur ein kleiner Ort mit nicht einmal 1000 Einwohner, ist aber geschichtlich bedeutend, da hier im Jahre 1519 die erste spanische Flotte unter Hernán Cortés auf mexikanischen Boden landete. Die Casa Cortés, also das Haus von Cortés, ist heute nurmehr eine Ruine, über und über von Baumwurzeln verschlungen: Ein Spanier, der kam um zu dominieren und heute komplett von der Natur dominiert wird - wow.
Nach einem Spaziergang über die Hängebrücke über dem Fluss Antigua sind wir zurück nach Veracruz gefahren um uns San Juan de Ulúa anzusehen. Früher war Ulúa eine kleine Insel, die heute aber durch eine Brücke mit dem Festland verbunden und viel weiter ausgebaut ist. Drumherum entstand der heutige Hafen. Um sich vor Piratenangriffen zu schützen, wurde auf der Insel ein Fort errichtet. Während des Bauprozesses sollen tausende der zum Bau eingesetzten Sklaven ums Leben gekommen sein. Während des 19. Jahrhunderts wurde die Festungsanlage als Gefängnis genutzt, insbesondere für politische Gefangene.
Dann ging´s nochmal auf zum Strand - leider einem weitaus unschönerem als am Freitag. Mit kaum freiem Strand, weil sich überall die Strandrestaurants breit gemacht haben.
Nach einem weiteren Besuch des Zocalo mit unserem brasilianischen Freund Filipe haben wir mit Juan und seiner Mama leckere Spaghetti gekocht und unseren letzten Abend in Veracruz genossen.
Zurück in Toluca ist uns die Sonne noch ein wenig treu geblieben...Hoffentlich nicht nur heute...

1 Kommentare:

  1. Rike mein Schatz...
    Na dat hört sich ja mal nach nem Wochenende mit viel viel spaß an!! NEID, NEID, NEID...
    Aber hier in passau is auch ganz schön was los. Gestern ham wir fett demonstriert und danach das audimax besetzt...war ne coole action!!
    Wie...dein Weißheitszahn muss raus?! Oh my god, dat machen die sicher mit so ner riesigen rostigen Zange!! ahhhh...
    Müssen ma wieder skypen!!
    Kuss aus dem revolutionären Passau!!

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